Weniger Abgase, weniger Lärm, mehr Sicherheit

Ein Beitrag vom SPD Fraktionsvorsitzenden der SPD-Fraktion im Hemminger Gemeinderat Wolfgang Stehmer

Diese politischen Forderungen des SPD-Ortsvereins können Sie seit gestern in ganz Hemmingen lesen. Es drückt aus, was viele Hemmingerinnen und Hemminger von der Kommunalpolitik der nächsten Jahre verlangen: Weniger Verkehr und damit weniger Emissionen durch Lärm, Gase, Staub etc. und mehr Sicherheit auf unseren Ortsstraßen. Dabei gibt es zwei Ansatzpunkte, zum einen mehr öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) und mehr Fahrradverkehr, zum anderen die Erschwerung des Durchgangsverkehrs und sichere Ortsstraßen.

Mit der zum 1. April diesen Jahres umgesetzten großen Tarifreform – die bereits von der SPD-Regionalfraktion vor mehr als 10 Jahren gefordert wurde – und der weiteren Verbilligung durch Veränderung der Tarifzone für Hemmingen zum 1. Januar 2020 wurde bereits ein großer Schritt zu mehr Akzeptanz des ÖPNV getan. Notwendig ist aber auch, dass am Hemminger Bahnhof eine öffentliche Toilette gebaut wird, damit vor allem ältere Menschen nicht von der Benutzung der Strohgäubahn abgehalten werden. Viele Bürgerinnen und Bürger wollen auch Direktverbindungen nach Stuttgart-Feuerbach, zum Bahnhof Vaihingen/Enz und zum Bahnhof Ditzingen. Wir werden dies unterstützen.

Die SPD-Gemeinderatsfraktion hat darüber hinaus noch das Hemminger Tagesticket beantragt, mit dem für 1,- Euro alle öffentlichen Verkehrsmittel innerhalb Hemmingens für einen Tag benutzt werden dürfen. Bisher ist das Hemminger Tagesticket vom VVS abgelehnt worden, weil dieser nur Tagestickets für 3,- Euro (wie in Ludwigsburg) ausgeben möchte, was für die Hemminger jedoch keinen Preisvorteil bringt. Wir werden an der Forderung festhalten.

Es gibt in Hemmingen allerdings auch Ortsteile, die weit weg von einer Bahn- oder Bushaltestelle liegen. Dafür wollen wir prüfen, ob für sie der Einsatz eines kommunal betriebenen „Bürgerbusses“, wie z.B. in Münchingen, sinnvoll ist. Unabhängig davon sind die Bushaltestellen so auszubauen, dass die Abfahrtszeiten elektronisch angezeigt werden und auch bei Regen Schutz gewähren.

Der Gemeinderat hat bei den Haushaltsberatungen 2019 den Antrag der SPD abgelehnt, durchgehende Fahrradwege in der Ortsmitte auszuweisen. Ziel des Antrags war, dass der zunehmende Radverkehr nicht auf den schmalen Gehwegen, sondern auf der Straße stattfindet. Fast lächerlich war dabei der Einwand der Freien Wähler, dass eingezeichnete Radwege an der Ortsdurchfahrt nur eine Pseudosicherheit vorgaukeln würde. Wir wollen auf unserer engen Ortsdurchfahrt gegenseitige Rücksichtnahme, dazu gehört auch, dass der Autofahrer auf dem Fahrweg die Radfahrer besonders beachtet. Dazu sind eingezeichnete Fahrspuren notwendig, wie in anderen Gemeinden längst üblich.

Alle von uns befragten Bürgerinnen und Bürger waren der Meinung, dass der Durchgangsverkehr in Hemmingen, insbesondere nach dem Bau der Autobahnauffahrt Rutesheim an der A 8, eklatant zugenommen hat. Er übersteigt an der Heimerdinger-, Haupt- und Münchinger Straße schon lange die Zumutbarkeitsgrenze. Mehrfach hat die SPD im Gemeinderat beantragt, Verkehrszählungen durchzuführen, um verlässliche Zahlen für diese subjektiven Feststellungen zu haben. Erst im Vorfeld der diesjährigen Gemeinderatswahl waren CDU und FWV dazu bereit, umfassende Verkehrszählungen zuzulassen. Wir unterstützen diese vollumfänglich, erwarten aber, dass daraus dann ein Verkehrsentwicklungskonzept erarbeitet, mit Bürgerbeteiligung beraten und im Gemeinderat beschlossen wird, das auch wirksame Maßnahmen zur Reduzierung des Durchgangsverkehrs vorsieht. Wir haben bereits ein LKW-Durchfahrtsverbot in der Schwieberdinger Straße und eine Süd-West-Spange vorgeschlagen, um die Ortseinfahrten aus Schöckingen, Heimerdingen und Eberdingen zu bündeln, was auch dann notwendig ist, wenn die geplante Heimerdinger Ortsumfahrung eine geringe Verkehrsmenge ableiten würde.

Die bisherige Politik: „Augen zu – Nase zu – Ohren zu“ löst keine Probleme. Weniger Abgase, weniger Lärm und mehr Sicherheit gibt es nur mit Kandidatinnen und Kandidaten, die auf die Zukunft setzen. Daher am 26. Mai die SPD auf Liste 3 wählen!

 

Über Michael Kogler 284 Artikel
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