„Baustellen in Hemmingen“ ein virtueller Spaziergang

Hemmingen 04.05.2019. Die Hemminger Gemeinderatskandidatinnen und -kandidaten hatten zu einem Spaziergang durch den Ortskern in Hemmingen eingeladen. Der Regen verhinderte eine größere Teilnehmerzahl. Die RASPEL bietet ihn hier als „virtuellen Spaziergang“ an.

Der Start erfolgt am Alten Schulplatz und führt zum Rathaus. Hier wäre es wichtig, dass die Verwaltung auch im Gemeinderat öffentlicher und unter Einbezug von Bürgerinteressen arbeitet. Ein mehr an Bürgerservice (optimierte Beratung, verbesserte Informationen, etc.) ist zeitgemäß

In der Initiative 2030 wurde auch ein mehr an Kultur gewünscht. Dabei geht es nicht um Massenveranstaltungen, die das Umfeld belästigen und den Park ruinieren, sondern um ein vernünftiges „Konzept „Leben im Schlosspark“. Initiator können die Verwaltung, besser durchführende Kulturvereine des Ortes sein.

Weiter geht es zum Kindergarten „Hälde“ ein inzwischen korrigierter Umbau (Wegfall der Wohnungen – allerdings hohe Fehlinvestitionen) mit der weiter fehlenden Unterführung Fuß- und Radweg.

Dann geht der Blick Richtung Schwieberdinger Straße zum Fußgängerüberweg über das Bahngleis. Gut, dass es nun fertig ist. Rechtzeitig hätte es die Bushaltestelle „Halde“ unnötig gemacht und ca. 100 000 € gespart.

 

Zurück zur Hochdorfer Straße und dem Verkehr an der Ortsdurchfahrt. Der angedachte Fußgängerüberweg wird gezeigt. Am Bahnhof wäre auch eine Möglichkeit für öffentliche Toiletten.

Zurück zum Alten Schulplatz. Auch hier sollten öffentliche Toiletten eingerichtet und ein Platz zum Verweilen eingerichtet werden.

Weiter geht es vorbei an der Kleeblatt-Pflegeeinrichtung, Diese ist durch einen Erweiterungsbau zukunftsfähig zu machen, Im Rahmen eines Gesamtkonzepts können dabei ein Mehrgenerationenhaus und der Neu- und Erweiterungsbau des Kindergartens Münchinger Straße entstehen. Hier ist mit gemeinnützigen Trägern bei den Investitionen zusammenzuarbeiten. Vorbei geht es dann an leeren Baugrundstücken, die die Misere bei den Bebauungsplänen deutlich aufzeigt: Ohne Baugebot, das nur möglich ist, wenn das Bauland in kommunaler Hand ist, geht die Planung ins Leere. Weiter sind Maßnahmen zur Nachverdichtung erforderlich.

Ein neues Wohngebiet ist hinter der Pestalozzistraße vorgesehen. Bis Ende des Jahres ist eine Planung noch vereinfacht möglich. Die SPD fordert hier kommunalen und sozialen Wohnungsbau zu 25%. Auf Grund der Eigentümersituation besteht auch hier die Gefahr, dass wesentliche Teile nicht bebaut werden. Es ist also genau zu prüfen. Derzeit wird auch untersucht wie die Zu- und Abfahrt zu dem Gebiet verkehrstechnisch vernünftig geregelt werden könnte.

Auf dem Weg zurück zum Alten Schulplatz wird über das Thema Fahrradverkehr in Hemmingen und zwischen den Orten diskutiert. Ein Gesamtkonzept und ein Start dessen Umsetzung ist hier von Nöten.

Der letzte Punkt ist die Gestaltung Ortsmitte. Für die SPD undenkbar ist der Bau von einer Parkierungsanlage auf dem Platz des Hauses Hauptstraße 2. Die Ortsmitte darf nicht zu Parkplätzen verkommen, sondern muss mit Sitzgelegenheiten und einer öffentlichen Toilette belebt werden. Am Abriss des Volksbankgebäudes und dem Verzicht der Ratsmehrheit auf die ursprünglich vorgesehene Zahl an Parkplätzen wird die Skurrilität dieser FDP-Forderung deutlich.

Der Abschluss fand dann bei Kaffee und Kuchen im Etterhof statt. Vielen Dank für die Bewirtung!

Über Michael Kogler 291 Artikel
Ich bin der Redakteur der eRASPEL. Namentlich gekennzeichnete Artikel geben die Meinung dieser Person wieder. Die Redaktion sorgt für die Beachtung der Spielregeln zur Meinungs- und Pressefreiheit bzw. für deren Grenzen.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten