Kreistagswahl 2019 – eine wichtige Weichenstellung

Was regelt eigentlich der Kreistag und dessen Verwaltung? Er übernimmt die Aufgaben, die eine kleinere Gemeinde nicht leisten kann. Bekannte Aufgaben sind die Kreiskliniken, die Abfallverwertung, KFZ Zulassung und Kreisstraßen, Dazu kommen noch viele weiter Aufgaben wie Heimaufsicht und die Kommunalaufsicht (Beschwerdestelle der Bürger bei Entscheidung von Bürgermeistern). Kein Wunder, wenn diese es in diese in den Kreistag zieht. Deren Zahl ist dort zusammen mit anderen Beamten bereits massiv. Was die Bürgerinnen und Bürger benötigen ist aber die Breite der Berufe und deren Erfahrungen.

Wer also einen Bürgermeister wählt, tut seiner Gemeinde nichts Gutes -er nimmt ihr die Arbeitszeit und die Zeit der Arbeit für seine politische Organisation.

Was im Kreistag gebraucht wird sind Menschen, die den Landkreis mit vielen tausend Beschäftigten (z.B. im Krankenhaus) und Milliardenumsätzen die den Kreistag als eigenständige wichtige Institution begreifen.

Der Landkreis ist für die Wahlen, um Ortsnähe zu ermöglichen, in kleinere Wahlkreise eingeteilt. Hemmingen, Schwieberdingen und Korntal-München sind die Orte, die sechs Personen in den Kreistag schicken. Daher haben die Wählerinnen und Wähler sechs Stimmen, die Sie auf die verteilen können – maximal drei pro Kandidaten. Unsere Kandidatin und unser Kandidat auf der SPD-Liste sind auf Platz 2: Elke Kogler und auf dem Listenplatz 7 Berhan Tongay.

Andreas Stoch, hier mit Elke Kogler

In unsere Miniserie stellen wir die Kandidaten und die Ziele vor. Wir beginnen mit Elke Kogler.

Redaktion: Guten Tag Frau Kogler, Was zieht Sie in den Kreistag? Als engagierte Gemeinderätin und im Beruf haben Sie sicher viel zu tun?

Kogler: Der Kreistag ist in vielen Elementen die Ergänzung der kommunalen Aufgaben, die der Aufsicht und Kontrolle bedarf.

Redaktion: Sie waren ja bereits im Kreistag. Was war Ihnen da noch wichtig?

Kogler: Als stv. Fraktionsvorsitzende hatte ich den Bereich „Soziales“ zu koordinieren und mit den anderen Fraktionen anzustimmen – soweit das möglich war. Daher war ich auch in diesen Ausschüssen Mitwirkende und Gestalterin.

Redaktion: Welche inhaltlichen Forderungen an die Kreispolitik sind Ihnen wichtig?

Kogler: Ich erlebe als Leiterin eines Kinderhauses tagtäglich wie wichtig es ist Familien finanziell zu entlasten und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu gewährleisten. Deshalb setzte ich mich für beitragsfreie Kindertagesstätten und bezahlbare Hortplätze ein mit Öffnungszeiten, die sich an den Bedarfen der Eltern orientieren. Weiter ist mir wichtig, dass Kinder und Jugendliche gut betreut und gestärkt werden.

Redaktion: Wie soll das gelingen?

Kogler: Es müssen Maßnahmenpakete geschnürt werden um Familien mit Kindern zu stärken. Wir dürfen kein Kind zurücklassen. Deshalb werde ich mich dafür einsetzte, dass die breitgefächerten Angebote der Jugendhilfe, wie Frühe Hilfen für Familien, der allgemeine Soziale Dienst ASD, und weitere unterstützende Beratungsangebote bedarfsgerecht weiterentwickelt und ausgebaut werden. Redaktion: Und bei den Jugendlichen?

Kogler: Ziel ist es die Zukunftschancen alle Jugendlichen zu gewährleisten, deshalb muss der Blick auf Inklusion, Teilhabe und Integration gelegt werden. Dazu gehört die offene Jugendarbeit, Schulsozialarbeit und unterschiedliche Beratungsmöglichkeiten zur Berufsfindung. Ziel ist es zu ermöglichen, den Vereinen, etc. für alle. Hierfür brauchen die Eltern öfters eine geeignete Beratung. Mit Veranstaltungsangeboten und Teilnahmegutscheinen incl. VVS-Ticket kann hier viel erreicht werden. Das ist aber nur ein kleiner Ausschnitt der Ziele und Möglichkeiten.

Redaktion: Sie haben aufgezeigt welche Ziele sie für Familien, Kindern und Jugendlichen anstreben. In welchem Bereich sehen sie ihre weiteren Schwerpunkte?

Kogler: Für mich sind die hochbetagten Menschen und deren pflegend Angehörige eine Zielgruppe, die es gilt ihn ihrer anstrengenden Arbeit zu unterstützen. Mit der Einrichtung von Pflegestützpunkte wurde für den pflegenden Angehörigen eine kompetente Anlaufstelle geschaffen. Nun gilt es die die Tages-und Kurzzeitpflege massiv auszubauen. Diese Pflegeplätze sind ein wichtiger Teil der ambulanten Betreuung und der nachklinischen Versorgung Pflege bedürftiger Menschen, um die Angehörige in ambulante Pflege zu unterstützen.

Redaktion: Vielen Dank und viel Erfolg!

Über Michael Kogler 272 Artikel
Ich bin der Redakteur der eRASPEL. Namentlich gekennzeichnete Artikel geben die Meinung dieser Person wieder. Die Redaktion sorgt für die Beachtung der Spielregeln zur Meinungs- und Pressefreiheit bzw. für deren Grenzen.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten