Aufstieg durch Bildung auch in Hemmingen; Teil 2, Bereich Schule vor Ort

SPD Fraktionsvorsitzender Wolfgang Stehmer

Von Wolfgang Stehmer

Die SPD fordert derzeit auf Plakaten: „Mehr Bildungschancen, sichere Kinderbetreuung und keine Gebühren!“ Dies soll aufzeigen, dass Bildung der Schlüssel für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft ist, für die Zukunft unsrer Kinder und auch für unsre wirtschaftliche Stärke. Wir müssen uns immer wieder bewusst machen, unsere wichtigste Ressource sind unsere Talente und Begabungen. Der seit Jahren festgestellte sehr hohe Fachkräftemangel zeigt, dass wir es uns nicht leisten können, auch nur ein einziges Kind zurückzulassen. Dabei darf nicht der Geldbeutel der Eltern oder die Herkunft darüber entscheiden, welchen Schulabschluss ein Kind macht. Es muss wieder das gelten, womit auch meine Generation groß geworden ist: Aufstieg durch Bildung. John F. Kennedy hat einmal gesagt: „Es gibt nur eine Sache, die noch teurer ist als Bildung, und das ist keine Bildung.“

Wer annimmt, dass sich allenfalls das Land oder der Bund um dieses Thema zu kümmern hat, der irrt gewaltig. Das Land zahlt zwar die Gehälter der Lehrerinnen und Lehrer sowie einen Teil der Personalkosten im Kindergarten, die Kindergarten- und Schulgebäude bauen und finanzieren die Kommunen. Bei den Schulen erhalten sie hohe Staatszuschüsse. Deshalb entscheiden auch die Gemeinderäte über die Bildungschancen unserer Kinder.

Die Glemstal-Gemeinschaftsschule Schwieberdingen–Hemmingen bietet hervorragenden Unterricht an; allerdings ist das 40-Jahre alte Schulgebäude schon lange renovierungsbedürftig und muss für die modernen Unterrichtsmethoden um- und ausgebaut werden. Wir begrüßen, dass noch im Mai ein Grundsatzbeschluss zur Modernisierung und Erweiterung der Glemstalschule für rd. 23 Mio. Euro (ohne Ausstattung) beschlossen werden soll. Wir fordern jedoch, dass den Schülerinnen und Schülern während der langen Bauphase die auftretenden Beeinträchtigungen weitmöglichst minimiert und die derzeit bestehenden Mängel mit vertretbarem Aufwand behoben werden.

Leider waren die Hemminger CDU, FWV, FDP und der Bürgermeister bisher nicht bereit, mit dem Um- und Neubau Räume für eine Oberstufe (Sekundarstufe II) einzuplanen. Nach unseren Berechnungen wären dazu zusätzliche 3 Mio. Euro Baukosten notwendig geworden. Wir halten eine Oberstufe an der Glemstalschule für notwendig, um das Niveau der Schule zu halten und den Schülerinnen und Schülern einen ganzheitlichen Weg zum Abitur anzubieten. Dies wäre eine effektive Möglichkeit zu mehr Bildungsgerechtigkeit und ein Gewinn für die gesamte Gemeinde. Die Erweiterungsflächen für die zusätzlich notwendigen Schulräume sind auch nach dem Um- und Neubau noch vorhanden. Was fehlt ist nur der politische Wille des Hemminger Gemeinderats, die Oberstufe anzubieten und die zusätzlichen 3 Mio. Euro zu bewilligen. Dieses Geld würde in die Förderung unserer Kinder fließen. Es würde sich, wenn nicht heute, dann doch morgen doppelt und dreifach lohnen.

Wir wollen nicht, dass bereits in der Schule für den Rest des Lebens aussortiert wird. Mehr Bildungschancen, sichere Kinderbetreuung auch ohne Gebühren gibt es nur mit Kandidatinnen und Kandidaten, die auf die Zukunft setzen: Am 26. Mai daher SPD wählen.

 

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