Wir setzen unsere Reihe „Murks in Hemmingen fort“; Teil 4

Sozialer Wohnungsbau nach System „Hemmingen“
Aktuell baut Hemmingen drei große Wohnungen auf dem Kindergarten „Hälde“. Diese sollen aber keine „Gemeindewohnungen“ werden, sondern sollen als teure Eigentumswohnungen verkauft werden. Das ist grundsätzlich ein Unsinn, denn Wohqnungseigentümer und Kinder vertragen sich nur bedingt. Vermutlich wird es auch ein Geschäft mit einem dicken Minus für die Gemeinde (Kosten noch unklar, erste Schätzungen 100 000 Euro), da sich die angedachten Preise nicht realisieren lassen und für die Baubetreuung zusätzliche Kosten entstehen. Dass dies bemerkt wurde, ist übrigens einem FWV-Gemeinderat zu verdanken. An einer Zustimmung zum Bau hat sich aber nichts geändert. Und das ist es mit dem Wohnungsbau in öffentlicher Hand hier im Ort.
Die SPD hat in der Vergangenheit Anläufe unternommen sozialen Wohnungsbau zu realisieren. Dies wurde stets abgelehnt. Die FWV hat gar versucht sie vorhandenen Gemeindewohnungen zu veräußern. Es zeigt sich aber, dass die Miet- und Nebenkosten für die Wohnung der „Sprengsatz“ in der sozialen Frage ist. Es berichten junge Erwachsene und Familien aus Hemmingen, dass sie sich eine Wohnung auch als Normalverdiener hier nicht mehr leisten können. Dies gilt auch für Ältere, die Ihre große Mietwohnung zugunsten einer kleineren Einheit verlassen wollen.
Es ist damit nicht mehr getan, Bauland zu erschließen und zu hoffen, dass die dort Einziehenden in Hemmingen günstigen Wohnraum frei machen. Bei den aktuellen Baugrundpreisen sind dies eher Hemminger, die eine Eigentumswohnung verlassen und diese verkaufen.
Es ist an der Zeit, dass die Gemeinde hier initiativ wird.
ghh

Über Michael Kogler 280 Artikel
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