Ein schlechtes Gewissen der Gebührentreiber ist wenig spürbar

Wie zu erwarten wurde die Gebührenveränderung durch die Wiedereinführung von GT 3 (3 Tage Ganztagsbetreuung) vorgenommen. Dies reduziert die Gebühren ab 01.01.2018 gegenüber der vor kurzem beschlossenen Situation nur um 20%, die Leistung aber um 40%. Da empfiehlt es sich als Eltern gut zu überlegen.
Aus dem schnell und groß angekündigten „Belastungsrabat“ wird leider auch nicht viel:
Die Familie die die Mehrbelastung von mehr als 480 Euro im Jahr hat, erhält den Mehrbetrag bis zum 31.08.2018 erlassen. Dann entfällt diese Regelung und eine neue Erhöhung steht dann laut Verwaltung, CDU, FWV und Freie an.
Der Vorschlag der SPD dauerhaft ab 240 Euro zu kappen wurde bereits im Ausschuss von den üblichen Verdächtigen abgelehnt.
Mit dem weiter beschlossenen Ausschuss, der das Ziel hat u.a. „die Finanzierbarkeit der Betreuungsangebote zu sichern (Zitat von GR Bauer: „Personalkosten unter die Lupe nehmen“) begibt sich Hemmingen auf den Weg zur elternfeindlichen Gemeinde. Die weiteren Aufgaben des Ausschusses sind eigentlich Aufgaben der Gemeindeverwaltung, die preiswert auf einen Gemeinderatsausschuss verlagert werden. Die Gefahren dieses Ausschusses hat „dieRaspel“ bereits beschrieben: Noch weniger Öffentlichkeit, weitere Leistungsreduktion, weniger soziale Rücksichtnahme bei Gebühren und weitere Gebührentreiberei. Und sowieso keine Eltern=Kundenmitwirkung. Im Internet sehen Räte von der CDU sich mit allem im Recht und Wissen in Sachen Kindergarten in allem Bescheid. Was sie im Internet veröffentlichen zeigt weiter eine ins falsche verkürzte Wahrheit oder eine massive Inkompetenz. Die Gründe warum eine Minderheitsfraktion wie die SPD sich an diesem Quatsch beteiligen sollte, bleiben einer interessierten Öffentlichkeit verborgen.

Über Michael Kogler 290 Artikel
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