Aktuelle Herausforderungen, auch in Hemmingen: Digitalisierung und Energiewende

Von Ralf Horwarth, Gemeinderat

Die Begriffe „Digitalisierung und Energiewende“ begleiten uns in den letzten Jahren immer intensiver. Es ist gut, dass wir beides mittlerweile als eine Notwendigkeit betrachten. Vor allem im Bereich der Energiewende werden wir maßgeblich darauf Einfluss nehmen können, ob unsere Erde auch für kommende Generationen ein schöner und bewohnbarer Planet bleiben wird.

Aus den hieraus resultierenden Anforderungen wachsen innovative Ideen, tun sich Möglichkeiten auf, um einen Beitrag in die richtige Richtung leisten zu können. Im Kleinen, wie im Großen. Wir haben im Ort schon einiges im Bereich klimaschonender Beiträge in Bewegung gebracht. Denken Sie nur an unser Fernwärmenetz oder die Biogasanlage. Etwas mehr müssen wir überlegen, wenn wir auf das Thema Digitalisierung kommen. Da offenbaren sich die noch unausgereiften oder noch nicht ausreichend geschaffenen Ressourcen. Teile in Hemmingen liegen immer noch im „Tiefschlaf“ der Leistungsfähigkeit moderner Netze. Will man der Corona-Pandemie etwas Gutes abgewinnen, so wurde in den Schulen einiges beschleunigt, wenn auch aus der Not heraus. Vermutlich haben wir im digitalen Vorankommen in einem Jahr Möglichkeiten geschaffen, für die ansonsten locker mindestens weitere 5 Jahre benötigt worden wären.

Auf der Suche, was unsere Gemeinde im Vorankommen der angesprochenen Bereiche weiterbringen kann, halten wir stets die Augen auf. Eine schöne, bereichernde Idee haben wir uns vor einigen Tagen in Stuttgart angeschaut, die wir Ihnen hier vorstellen möchten. Da es sich um eine Idee handelt, die sowohl die Digitalisierung als auch die Energiewende bedient, macht diese umso interessanter. Es handelt sich um eine sogenannte „Solarbank“. Sie fragen sich: „Spricht der nun von einem Sitzmöbel oder von einer Powerbank zum Laden von Mobiltelefonen (Handyakkus)? Nun die Antwort lautet: Von beidem! Die Solarbank verfügt in der Sitzfläche über drei hochleistungsfähige Solarmodule, welche Sonnenlicht in Strom umwandeln und in einer Batterie speichert. Über USB-Anschlüsse können zwei Handys gleichzeitig geladen werden. Zwei Induktionsfelder starten den Ladevorgang durch bloßes Auflegen bei Handys mit entsprechender Funktion. Damit man auf W-LAN zugreifen kann, ist die Bank auch gleichzeitig ein W-LAN – Hotspot. Die Bänke sind überaus stabil. Die Kosten für eine Bank belaufen sich auf ca. 3.500 € bis 4.000 €. Es spricht für die Solarbank, dass bis jetzt keinerlei Vandalismusschäden zu beklagen sind. Ein Grund mehr für uns die Idee hier auf den Weg zu bringen sind die geringen Folgekosten und die äußerst stabile Ausführung der Bank.

Wir werden in den kommenden Tagen einen entsprechenden Antrag in den Gemeinderat einbringen. Weitere Initiativen (z. B. zur Elektromobilität in Hemmingen) folgen.

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