Landespolitik konkret oder wo braucht Hemmingen die Unterstützung des Landes? SPD-Kandidat Torsten Liebig in Hemmingen Teil 2

Vor Baugrund Kita Laurentiusstraße

RASPEL: Hemmingen und die Bildung – ein stetiger Streitpunkt?

Liebig: Ich setze mich zuerst für eine Entlastung der Hemminger Familien ein. Die Benutzungsgebühren für die Kindertageseirichtungen und den Hort sind in den letzten Jahren exorbitant gestiegen. Dazu sind soziale Ermäßigungstatbestände gestrichen worden. Das ist die reale CDU-Familienpolitik. Ich will, dass die Kindergartengebühren vollständig vom Land übernommen werden. Die Regeln für die Qualität in den Kindergärten dürfen jedoch nicht weiter aufgeweicht, sondern müssen verbessert werden.

RASPEL: Unsere weiterführende Schule ist bekanntlich eine Gemeinschaftsschule geworden. Sie wird gerade für rd. 23 Millionen Euro modernisiert und erweitert. Wie können Gemeinschaftsschulen weiter gestärkt werden?

Liebig: Die unfreundliche Einstellung der CDU und der Freien Wähler zu Gemeinschaftsschulen muss ins Gegenteil umgekehrt werden. Eine zumindest ortsnahe gymnasiale Oberstufe für jede Gemeinschaftsschule ist ein Muss in unserem Bildungssystem.

RASPEL: Die Eltern bemängeln aber auch die hohen Unterrichtsausfälle und die teils defizitäre Schulausstattung. Wie stehen Sie dazu?

Liebig: Die Lehrerversorgung, insbesondere bei Vertretungskräften und die digitale Ausstattung, auch bei den Betriebskosten sind deutlich an die wirklichen Anfordernisse anzupassen. Die Landesbeteiligung an der Schulrenovierung ist mit Blick auf die zu erwartende Lage merklich anzuheben. Ich bin auch für den Elternwunsch, mehr G9 Gymnasien zuzulassen.

 

Spielplatz ist Kommunikation und Zusammenleben

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RASPEL: Corona und Lockdown werden das Zusammenleben in den Gemeinden negativ beeinflussen. Wie ist das zu mildern?

Liebig: Die Vereine und Organisationen, insbesondere die, die Kultur, Breitensport und Kinder/Jugendgemeinschaft fördern, sollten wirksame und angemessene Corona-Hilfen erhalten. Die Sportstättenförderung zur Renovierung der Plätze und Anlagen sollte grundsätzlich erhöht werden.

RASPEL: Das können die Kommunen doch nicht alles bezahlen.

Liebig: Die Corona-Krise hat uns insgesamt gezeigt, dass wir einen handlungsfähigen Staat benötigen und dass der Markt auch im 21. Jahrhundert nicht alles regelt. Alle staatlichen Ebenen müssen dahingehend ausreichend finanziell ausgestattet werden. Dies bedeutet, dass auch Krisengewinnler wie Amazon endlich ihren fairen Anteil an den Kosten unseres Gemeinwesens beitragen müssen.

RASPEL: Vielen Dank und viel Erfolg Herr Liebig

 

Torsten Liebig kommt am Freitag, 12.03.2021 auf den Hemminger Markt, Alter Schulplatz. ab ca. 14 Uhr!

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